Bauökologie

Die Rückkehr zum menschlichen Maß

Architektur prägt das Bild unserer Gesellschaft und Lebensbereiche. Direkt – und durch die verwendeten Baustoffe. Denn auch deren Herstellung wirkt sich auf die Umwelt aus. Deshalb berücksichtigen wir in unseren Planungen den "ökologischen Faktor" aller Baumaterialien.

Der ökologische Faktor, ein CO2-Wert, beschreibt, wie viel Energie tatsächlich für die Herstellung, den Gebrauch und letztendlich die Entsorgung eines Baustoffs ausgegeben werden.

Bei allen Fortschritten, die sich im Neubau schon haben verwirklichen lassen, darf man nicht übersehen:

Das größte ökologische Potential liegt im sinnigen Umgang mit dem Bestand.

Mit einer Sanierung der bereits bestehenden Wohngebäude auf Niedrigenergiehaus-Niveau lassen sich etwa 60 Prozent des derzeitigen Raumwärmebedarfes einsparen. Woraus für Architektur und Städtebau zu folgern wäre: Weg von der marktwirtschaftlich orientierten Schnelllebigkeit im Lebenszyklus, hin zu einer neuen Wertschätzung der Dauerhaftigkeit.

Nachhaltiges Planen und Bauen gibt es nur als Synthese von technologisch-ingenieursmäßigem Handeln und gesellschaftspolitischen sowie werteorientierten Ansprüchen. Eine Architektur, die etwas Integriertes, Vernetztes, Umweltbewusstes schaffen will, muss aber auch subjektive semantische Energien freisetzen. Nachhaltigkeit zu gestalten, ist daher unsere zentrale Aufgabe.

WOHNHAUS: Dachaufstockung

Projektentwicklung, Finanzierungskonzept, Konzeptstudien, Entwurfsplanung, 3D-Visualisierung, Kostenplanung

 

Das bestehenden Einfamilienhaus aus dem Jahre 1977 wird durch die Umgestaltung des Daches zusätzlicher Wohnraum geschaffen. Das bestehende, flach geneigte Satteldach eignet sich nicht für einen Ausbau und muss daher abgebrochen werden.

 

Eine Holzkonstruktion als Dachaufbau bildet den neuen privaten Wohnbereich für die Familie. Die Räume öffnet sich großzügig zum privaten Gartenbereich im Südwesten mit Blick auf die Grünflächen. Zur Straße werden die Öffnungen zurückhaltender angeordnet. Die Privatsphäre wird auf diese Weise gewahrt, gleichzeitig sind Sichtbeziehungen zum öffentlichen Raum und eine gute Belichtung gegeben. Die im Erdgeschoß auskragenden Bauteile werden begründ und bilden somit eine optische Ergänzung der Grünflächen. Durch wird einefliesender Übergang von Außen nach Innen erreicht der zur Großzügigkeit der neuen Räume im Obergeschoß wesentlich beiträgt.